Aktuelles aus dem Marienstift

Im Dorfener Anzeiger vom 8. Juli 2020 wird berichtet, dass in einer Pflegeeinrichtung im Stadtgebiet Dorfen eine Pflegekraft positiv auf Corona getestet wurde.

DAS MARIENSTIFT HAT KEINEN POSITIVEN CORONA-BEFUND! WEDER BEI DEN MITARBEITER*INNEN, NOCH BEI DEN BEWOHNER*INNEN.

Sie können Ihre Angehörigen zu den bestehenden Besuchszeiten gerne, unter Einhaltung der Hygieneregeln, besuchen.

Das Marienstift ist stolz Kooperationspartner des Kinder- und Jugendhauses Dorfen zu sein und gratuliert diesem herzlich zum 2. Platz des Kita Preises in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres 2020“. In der Begründung bei der Preisvergabe heißt es, dass hier „Inklusion in vorbildlicher Weise“ gelebt wird.

Die Bewohner*innen freuen sich immer, wenn sie Besuch von den Kindergartenkindern bekommen oder der Hort des Jugendhauses eine Aktion, wie z.B. das Waffelbacken bei uns macht. Alt und jung geht immer!

Und je jünger die Kinder sind, desto unbefangener stehen sie allem gegenüber, was das Alter so mit sich bringt. Und unsere Senioren sehen in den Kindern unvoreingenommen das, was sie sind: Unsere Zukunft.

Völlig zwanglos entstehen Gespräche, gemeinsames Tun, voneinander lernen, sich aneinander orientieren, auf einander achten. So wird Toleranz, Empathie und soziale Teilhabe gelernt und gelebt, indem man sich aufeinander einlässt und miteinander Spaß hat.

Liebe Angehörige,

wie man in der Presse jetzt täglich liest, sollen die Besuchsregeln in den Pflegeheimen gelockert werden.

Wir haben uns im Marienstift bereits zur Wiedereröffnung nach dem lock-down für relativ großzügige Regelungen entschieden.

Jede*r Bewohner*in kann einmal pro Tag Besuch empfangen

Die Besucher*innen können sich täglich abwechseln

Jede*r Besucher*in muss unterschreiben, symptomlos zu sein und sich gesund zu fühlen

Jede*r Besucher*in muss seine/ihre Kontaktdaten hinterlegen, falls es zu einem Ausbruch kommen sollte

Besuchszeiten sind 09:00-11:00 und 13:00 bis 16:00 (dies sind die Einlasszeiten, jede*r Besucher*in kann bleiben, solange sie /er möchte

Besuche sind im Einzelzimmer möglich, ansonsten im Garten oder im Foyer oder Speisesaal (Ausnahme bei bettlägerigen Bewohner*innen)

Diese Maßnahmen wollen so beibehalten. Schon jetzt haben wir täglich zwischen 18 und 33 Besucher*innen im Haus. Alle von ihnen hatten vorher so und so viele Sozialkontakte.

Wir wollen das Risiko möglichst minimal halten und danken allen für ihr Verständnis.

Bericht über die Wiedereröffnung der Tagespflege

Seit dem 18. Mai ist die Tagespflege wieder geöffnet. Nach über acht Wochen konnten die Tagespflegegäste endlich wieder zu uns kommen.

Während der Schließung waren die betreuenden Angehörigen zu Hause meist auf sich gestellt. Die Mitarbeiterinnen der Tagespflege standen zwar im telefonischen Kontakt, haben immer wieder nachgefragt, wie es geht und wie alle zurechtkommen, aber konnten die Angehörigen nicht wirklich entlasten. Zu Hause wurde in dieser Zeit vieles geschafft, was eigentlich unmöglich erscheint: einen Pflegefall 24 Stunden zu betreuen, Homeoffice, die Kinder beschulen und bespaßen…. Und das alles ohne Hilfe, da ja die Kontaktsperre galt und auch Kinder und Enkel nicht kommen sollten.

Respekt vor dieser Leistung!

Am Tag der Öffnung gab es von fast allen Beteiligten Freudentränen. Nicht nur bei unseren Tagespflegegästen und deren Angehörigen, sondern auch beim Betreuungs- und Pflegeteam. Es zeigt sich, dass Pflege so viel mehr ist, als nur eine Dienstleistung. In der Pflege und Tagespflege zählt der einzelne Mensch, man vermisst sich gegenseitig, wenn man sich so lange nicht sehen darf und ist froh, wenn man den jeweils anderen wieder gesund und munter sehen kann.

Am liebsten hätten sich alle umarmt und richtig lange festgehalten. Aber das geht mit den Hygieneregeln, die wegen Corona gelten, natürlich nicht.

Aber was wieder geht: Sich jeden Tag aufeinander zu freuen, den Alltag wieder bewusster wahrzunehmen und dankbar zu sein, dass man die Corona-Krise bis jetzt so gut überstanden hat.

Kurzfristig musste am Dienstag, den 23.6.20 das Marienstift für Besucher*innen geschlossen werden. In einem Bereich haben ein paar Bewohner*innen etwas gehustet. Normalerweise wäre das noch nicht einmal ein Grund gewesen den Hausarzt hinzuzuziehen. Aber wir haben eben keine normalen Zeiten, sondern Corona-Zeiten. Deshalb haben wir bei allen Betroffenen einen Covid-Abstrich machen lassen und das Marienstift präventiv geschlossen.

Nach dem Erhalt aller negativen Abstrich-Ergebnisse konnten wir dann am Mittwochnachmittag schon wieder öffnen.

Hierbei ist uns aufgefallen, dass wir unmöglich alle Angehörige über die Schließung verständigen können. Sollte sich so ein Ereignis wieder begeben, werden wir alle Angehörigen, von denen wir eine E-Mail-Adresse haben auf diesem Wege kontaktieren.

Seit 19 Tagen ist das Marienstift für Angehörige wieder geöffnet. Es waren in dieser Zeit 431 Besucher*innen hier, das sind im Schnitt 23 Besucher*innen pro Tag. Die tatsächlichen Zahlen liegen zwischen 18 und 33 Besucher*innen, je nachdem, ob es sich um Werktage, Wochenenden oder Feiertage handelte. Bei derzeit ca. 80 Bewohner*innen hatte seit dem 9. Mai jede*r statistisch gesehen fünf Mal Besuch. In der Realität ist es so, dass manche Bewohner*innen täglich besucht werden, andere 1-2mal wöchentlich, manche seltener und immerhin sechs Bewohner*innen überhaupt nicht. Das heißt fast fünf Prozent der Menschen, die bei uns leben sind unbesucht geblieben.

Als ich in München gearbeitet habe (das ist schon über 25 Jahre her), war es dieses Phänomen, dass mich mit am meisten beschäftigt hat. Tatsächlich hatten wir in der Einrichtung, in der ich damals gearbeitet habe ca. 33 Prozent der Bewohner*innen, die nie Besuch bekamen. Das liegt bestimmt auch mit an der Anonymität der Großstadt.

Wie wird sich das weiterentwickeln, es gibt immer mehr Single-Haushalte, immer mehr Angehörige, die weit wegziehen, um zu arbeiten. Und immer mehr Menschen, die sich - zu Zeiten, in denen sie dazu in der Lage sind – viel zu wenig um Sozialkontakte kümmern. Dabei ist es so wichtig, neben Arbeit und Familie auch Freundschaften zu pflegen. Menschen um sich zu haben, die einem vertraut sind, mit denen man Erinnerungen teilen kann, die einen kennen, wie man ist. Was für ein unglaublicher Reichtum, wenn man das hat. Besonders, wenn die Kontakte bis ins hohe Alter gehalten werden können. Und man Freunde hat, wenn es eventuell schwerer wird, sich auf neue Menschen einzulassen, wenn man vielleicht schon körperlich oder kognitiv eingeschränkt ist.

Und auch ein gutes Verhältnis innerhalb der Familie ist nicht selbstverständlich, sondern ein großes Geschenk, für das man sich selbst auch immer wieder einsetzten muss.

Deshalb freut es mich, dass 95 Prozent unserer Bewohner*innen auch im Marienstift Kinder, Enkelkinder, Freunde*innen und andere An- und Zugehörige haben, die für sie da sind und an ihrem Leben teilnehmen.

 

 

In der letzten Woche gab es zwei sehr schöne Zeitungsartikel in der Süddeutschen Zeitung und im Dorfener Anzeiger über das Marienstift, beide bezogen sich auf die Heimausschusssitzung am 27. Mai. Dort wurde der Jahresabschluss 2019 präsentiert und der Bürgermeister, sowie die Stadträte waren voll des Lobes über die professionelle Arbeit, die hier geleistet wird. Das ist natürlich schön, wenn das gesamte Team des Marienstifts so gewürdigt wird.

https://www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/marienstift-dorfen-bleibt-coronafrei-aufnahmen-wieder-moeglich-13795080.html

https://www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/ein-gluecksfall-fuer-stadt-und-dorfener-buerger-13796420.html

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/marienstift-in-dorfen-gelungene-krisenbewaeltigung-1.4933586

Die Frage, die allen am meisten auf der Seele liegt, ist die, wann wieder komplette Normalität einkehrt. Wann wieder unbegrenzt Besuch kommen darf, wann Familienfeiern wieder möglich sind, wann unsere Bewohner*innen wieder nach Hause abgeholt werden können.

Die Antwort ist: Es ist nicht so einfach. Das Virus ist noch da.  Es gibt aber weder einen Impfstoff, noch eine zuverlässige Behandlungsmethode. Die Fallzahlen der Neuinfizierten sind auf einem niedrigen Niveau. Es wird immer mehr geöffnet und gelockert, sodass jeder auch wieder mehr Kontakte hat. Dadurch ist das Infektionsrisiko wieder erhöht. Nach wie vor betreuen wir die Menschen, die am vulnerabelsten sind. Deshalb müssen wir nach wie vor besonders vorsichtig sein. Wir alle, Angehörige und Mitarbeiter*innen des Marienstifts müssen uns bei jedem Kontakt und bei jeder Unternehmung des Risikos und unserer Verantwortung bewusst sein. Nur so können wir es schaffen, weiterhin Corona-frei zu bleiben.

Auch das Gesundheitsministerium empfiehlt, die Maßnahmen bis mindestens 28. Juni aufrecht zu erhalten.

Ab Juli werden wir wieder die Kurzzeitpflege ermöglichen. Viele Menschen, die in der Corona-Zeit in der Pflege und Betreuung auf sich allein gestellt waren, brauchen eine Auszeit und die Möglichkeit wieder Kraft zu tanken. Selbstverständlich haben wir ein Hygienekonzept erstellt, um unsere Bewohner*innen bestmöglich zu schützen. Jede*r Kurzzeitpflegegast muss zuvor daheim 14 Tage in Quarantäne gewesen sein und negativ auf Covid 19 getestet sein. Hier werden dann 14 Tage mögliche Symptome überprüft und dokumentiert (genauso wie wir es machen, wenn eine*r unserer Bewohner*innen im Krankenhaus war).

 

Überall gehen die Infektionszahlen runter, viele Lockerungen werden beschlossen und so kommt auch an uns immer wieder die Frage, ob die Besuchsregeln gelockert werden.

Fakt ist, dass die Ausgangsbeschränkungen laut Frau Merkel bis zum 29.Juni gelten. Die Bayerischen Gesundheitsämter empfehlen die Besuchsregeln in Pflegeheimen bis mindesten zum 12. Juni aufrecht zu erhalten. In Pflegeheimen leben Menschen, die oftmals nicht nur aus einem Grund zur Risikogruppe zählen. Auch viele unserer Angehörigen zählen zur Risikogruppe. Um all diese Menschen zu schützen gilt bei uns auch weiterhin (bis mindesten zum 12. Juni):

Nur ein*e Besucher*in pro Tag pro Bewohner*in

Nur Besucher*innen, die zur Verwandtschaft gehören oder Betreuer*innen sind

Keine Familienfeiern (weder im Marienstift, noch zu Hause bei den Angehörigen)

Gute Händehygiene

Mund- und Nasenschutz während des gesamten Besuchs

Abstand halten

Dokumentation von jedem Besuch

Keine gemeinsamen Mahlzeiten

Die einzige Ausnahme bei der Besucher*innen-Anzahl und Häufigkeit ist bei Bewohner*innen, die im Sterben liegen.

Bitte helfen Sie weiter mit, damit das Marienstift weiterhin Corona-frei bleibt!

Aus über 1500 Bewerbungen wurde das Kinder- und Jugendhaus Dorfen für den Deutschen Kita-Preis 2020 nominiert. Die Einrichtung hatte bei ihrer Teilnahme aufgezeigt, wie groß ihr Netzwerk gespannt ist - zu Schulen, der Flüchtlingshilfe, dem Marienstift um nur einige zu nennen.  Aus diesem Anlass kam ein Filmteam am Donnerstag, den 28. Mai in den Garten des Marienstifts, um Begegnungen zu filmen zwischen dem Naturkindergarten und den Senioren vom Marienstift. Eine Bewohnerin erzählte, dass es für sie das Schönste sei, wenn die Kinder ins Marienstift kommen. Als die Kinder Schnecken im Blumenbeet fanden und den Senioren zeigten, fragte sie ob diese schon in ihren Häusern wohnen, tags zuvor hätte sie geguckt und noch keine gesehen. Sie fragte die Kinder ob sie gerne in den Kindergarten gehen. Diese erzählten wiederum von ihrem Tagesablauf, was sie tags zuvor erlebt hatten. Die Bewohnerin erzählte, dass sie Kinder sehr gerne möge, diese bringen Leben ins Haus. Sie selber hatte vier Kinder, wovon schon zwei verstorben sind und sie darüber sehr traurig sei. Umso mehr freue es sie, wenn die Kinder regelmäßig in die Einrichtung kommen.

Am Donnerstag, 28. Mai besuchte Bürgermeister Heinz Grundner das Marienstift, um sich persönlich bei den Mitarbeiter*innen für ihren Einsatz zu bedanken. In seiner Laudatio würdigte er den Einsatz den die Corona-Pandemie in besonderem Maße gefordert hatte und trotz Lockerungen weiterhin noch fordert. Als Dankeschön überreichte er für jede*n Mitarbeiter*in einen Dorfen-Gutschein von 10,-€.

Nun haben wir seit 14 Tagen wieder (eingeschränkt) für Angehörige geöffnet.

Wie haben festgestellt, dass vormittags nur sehr wenig Besucher kommen. Deshalb haben wir uns entschlossen, dass die Angehörigen an Wochenenden und Feiertagen von 09:00-11:00 Uhr klingeln müssen. Die Kolleginnen vom Sozialen Dienst lassen sie dann ins Haus. Während der Besuchszeit 13:00-16:00 Uhr, sowie werktags wird die Pforte besetzt sein.

Glücklicherweise sind wir immer noch Corona-frei. In den acht Wochen, in denen wir komplett geschlossen hatten, hatte niemand von unseren Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen irgendeine ansteckende Erkrankung (wie Durchfall, Bindehautentzündung, etc.). Seitdem wir wieder geöffnet haben, gab es wieder (leichte) Fälle. Bitte unterstützen Sie uns, die Gesundheit unserer Bewohner*innen weiterhin bestmöglich zu schützen. Beherzigen Sie deshalb bitte die Hygiene- und Abstandsregeln.

Seit Montag, den 18.5.20 haben wir, mit neuem Hygienekonzept, die Tagespflege wieder geöffnet. Das war ein freudiges Wiedersehen. Einige unserer Gäste und alle von unseren Mitarbeiter*innen haben den Alltag im Marienstift schmerzlich vermisst. Die Gäste der Tagespflege nutzen jetzt auch den Raum der Begegnung, damit genug Platz vorhanden ist, um sich gegenseitig zu schützen. Mit Kreativität und guten Willen ist auch diese neue Situation gut zu gestalten.

Langsam beginnen wir auch damit unser Marienstift mit neuen Bewohnern zu belegen. Jeder Neuzugang ist selbstverständlich negativ auf Corona getestet und wird (wie die Rückverlegungen aus dem Krankenhaus) 14 Tage isoliert. So können wir alle im Marienstift am besten schützen.

Wann es wieder zu einem normalen Regelbetrieb insgesamt kommt, ist leider noch nicht abzusehen. Deshalb bitte ich, vor allem bei den Interessenten an einer Kurzzeitpflege, noch um Geduld.

Seit einer Woche ist es nun wieder möglich, unsere Bewohner*innen zu besuchen.  Für viele Angehörige gehört das auch wieder zum festen Alltag. Am ersten Wochenende waren insgesamt 72 Besucher*innen da. Seitdem kommen täglich zwischen 13 und 22 Angehörige. A n diesem Wochenende wieder mehr. Dank des guten Wetters können viele in den Garten gehen und der Abstand zu anderen  kann so gut eingehalten werden.

Wir sind immer noch Corona-frei! Deshalb möchte ich mich für das gute Miteinander bedanken. Die Schutzmaßnahmen werden von den allermeisten akzeptiert und ich denke, es ist nach wie vor notwendig, alles Menschenmögliche zu tun, um eine Einschleppen des Virus ins Marienstift zu verhindern.

Jetzt ist Kreativität gefragt, um möglichst viel Nähe, bei möglichst viel Abstand zu erreichen. Es kann sein, dass die Verständigung, die durch den Mundschutz erschwert ist, mit Gesten unterstützt werden muss.

Manche Dinge sind leider noch nicht erlaubt,  wie z.B. das gemeinsame Kaffee trinken und Kuchen essen, Besuche mit  mehreren Besuchern,  sich umarmen, körperlichen Kontakt haben… All das wird wieder kommen. Ich bitte Sie um Geduld und Ausdauer.

Ab Montag öffnen wir, selbstverständlich auch unter strengen Hygieneregeln, die Tagespflege wieder. Viele Gäste freuen sich schon wieder auf ihren Alltag, auf mehr Sozialkontakte (auch hier mit großem Abstand) und ihre Angehörigen auf die Entlastung im Alltag. Die meisten von ihnen haben in den letzten neun Wochen  die Pflege und Betreuung alleine gestemmt, oft mit gleichzeitiger Kinderbetreuung  und Homeoffice. Sie allen sind wahrhaftig Alltags-Pflegehelden und –Heldinnen.

Unsere vier Altenpflegeschüler*innen müssen sich in diesem Jahr auf eine andere Prüfung als bisher einstellen. Es werden keine Lehrer*innen kommen, um die Prüfung an einer Bewohnerin oder einem Bewohner abzunehmen, alternativ bekommen die Auszubildenden eine fiktive Bewohnerin oder eine fiktiven Bewohner und müssen die geprüften Ausgaben an einer Puppe zeigen. Da ist es natürlich schwerer, Gespräche zu führen und man kann schlechter auf jemanden eingehen. Ich bin mir sicher, dass alle diese Herausforderung gut meistern werden und drücke ihnen für alle Prüfungen (schriftlich praktisch und mündlich) die Daumen.

Dieser Muttertag war für viele Bewohner*innen und deren Angehörige etwas ganz Besonderes. Über acht Wochen bestand die Corona-Kontaktsperre, während der ein persönlicher Kontakt nicht möglich war.

Am Samstag war es endlich soweit und Besucher*innen, wenn auch unter strengen Hygieneregeln, zu ihren Angehörigen. An dieser Stelle möchte ich mich für Ihr umsichtiges und verantwortungsvolles Verhalten und für das große Verständnis für die jetzigen Maßnahmen bedanken. So können wir hoffen, weiterhin Corona-frei zu bleiben.

Da flossen auf der einen oder anderen Seite schon mal die Freudentränen.

Aber nicht für alle Angehörigen war das Wiedersehen vollkommen unbeschwert. Gerade bei den dementen Bewohner*innen ist es so, dass sie ein vollkommen anderes Zeitempfinden haben. Sie können teilweise nicht einschätzen, ob sie ihre Angehörigen vor fünf Minuten, wenigen Stunden oder eben vor acht Wochen gesehen haben. Sie leben genau in dem jetzigen Augenblick, weshalb manche keine so große Sehnsucht zeigen konnten, wie ihre Besucher.

Viele Angehörige haben sehr intensiv auf dieses Wiedersehen hin gefiebert, haben sich vielleicht Vorstellungen gemacht, dass unsere Bewohner*innen dies genauso taten. Und bekamen dann auf ihr fröhliches „Schatz, da bin ich“ eine Antwort wie „das sehe ich“. Das kann sehr lieblos ankommen und sehr verletzend sein. Aber es ist auf keinen Fall so gemeint. Es ist kein Zeichen von zu wenig Liebe und zu wenig Freude. Es ist ein Zeichen von „Du bist immer bei mir, das weiß ich doch“.

Liebe Angehörige versuchen Sie genauso im Jetzt zu sein wie der Demente: Jetzt sind sie wieder zusammen. Und das ist gut und schön. Versuchen Sie den Augenblick zu genießen, auch wenn das Zusammensein, ohne Körperkontakt und in manchen Fällen, auch ohne Worte ist. Tanke Sie Kraft bei dem, war Ihnen in der Trennungszeit auch gutgetan hat, sprechen Sie über Ihre Gefühle mit Ihrer Familie und Ihren Freunden.

 

Wir haben jetzt acht Wochen Corona überstanden und sind stolz darauf, dass das Marienstift bis jetzt Corona-frei ist.

Wir freuen uns, dass Sie ab Samstag, den 09. Mai 20 wieder die Möglichkeit haben Ihre Angehörigen zu besuchen.

Da es sich bei unseren Bewohner*innen um die Menschen handelt, die zu den vulnerabelsten (verletzlichsten) Personen gehören, sind wir dringend auf eine gute Umsetzung aller vorbeugenden Hygienemaßnahmen Ihrerseits angewiesen. Wir wissen, dass allen Angehörigen (wie auch Mitarbeiter*innen) bewusst ist, dass eine einzige Infektion eine Katastrophe auslösen könnte.

Deshalb bitten wir alle:

Kommen Sie bitte nur, wenn Sie vollständig gesund und wirklich komplett frei von Symptomen (Fieber, Erkältungsanzeichen etc.) sind!

Bis mindestens Ende Mai gelten folgende Besuchsregeln:

  • Während der Zeit des Besuchs wird ein Mund-Nase-Schutz (auch selbstgenäht) dauerhaft getragen werden. Diesen bringen Sie bitte selbst mit.
  • Beim Kommen und Gehen desinfizieren Sie Ihre Hände.
  • Gemeinsamens Essen und Trinken mit den Bewohner*innen ist derzeit zu unterlassen
  • Der Mindestabstand von 1,5 Meter ist immer einzuhalten
  • Das Umarmen und Küssen der Bewohner*innen ist ebenfalls zu unterlassen
  • Das Herumlaufen im Haus ist auf ein Minimum zu reduzieren
  • Im Doppelzimmer kann immer nur ein*e Bewohner*in gleichzeitig Besuch haben, außer ein*e Bewohner*in geht in den Garten oder in den Speisesaal
  • Im Speisesaal und auch auf der Terrasse darf immer nur ein *e Bewohner*in und ein Angehöriger an einem Tisch sitzen und der Mindestabstand ist auch da einzuhalten
  • Besuchszeiten sind täglich 09:00 – 11:00 und 13:00 – 16:00 Uhr
  • Bitte kommen Sie über den Haupteingang rein, melden sich an der Pforte an und gehen über den Nebeneingang raus
  • Ausgang ist der Nebeneingang (das Haus darf auch nach 16:00 Uhr verlassen werden)
  • Pro Bewohner*in und Tag ist ein Angehöriger möglich
  • Alle Besucher*innen werden erfasst, damit ggf. Infektionsketten nachvollziehbar sind, deshalb ist eine Anmeldung unbedingt nötig

Wir alle hoffen mit den genannten Maßnahmen unsere Bewohner*innen auch zukünftig vor Erkrankungen schützen zu können.

Ihr Marienstift Team

Schon wieder ist eine Woche vergangen. Wir sind stolz und glücklich Corona-frei zu sein. So lästig das Kontaktverbot für uns alle ist, so gut schützt es unsere Bewohner. Das Kontaktverbot wurde jetzt bis zum 11. Mai verlängert. Deshalb sind auch keine Muttertagsbesuche möglich. Gerne nehmen die Pflegekräfte aber Blumensträuße, Süßigkeiten und andere Muttertags-Aufmerksamkeiten an und überbringen sie unseren Bewohner*innen.

Leider ist es auch verboten über den Gartenzaun Kontakt zu unseren Bewohner*innen aufzunehmen. Das Gesundheitsamt hat uns aufmerksam gemacht, dass die Ausgangsbeschränkung besagt, dass man nur zu wichtigen Anlässen und um „Luft-zu-schnappen“ das Haus verlassen darf. Das heißt, der Besuch des Marienstifts gehört nicht dazu.

Wir sind bereits dabei uns zu überlegen, wie wir Kontakte zwischen Bewohner*innen und Angehörigen nach dem Aufheben der Kontaktverbote anbieten können, um den größtmöglichen Schutz für unsere Bewohner*innen, Angehörige und Mitarbeiter*innen zu gewährleisten.

Diese Woche haben wir ein Packerl für die“ liebsten Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen des Marienstifts“ von Lotte und Muck, unseren beiden Clowns bekommen. Die beiden vermissen uns auch schon sehr und haben Luftballonherzen, Clown-Nasen, Collagen mit Fotos von sich mit einigen Bewohner*innen und einen lieben Brief gesendet.

Auch in schwierigen Zeiten spielt sich in unserem Leben ein gewisser Alltag ein. Unserer Bewohner*innen arrangieren sich mit dem Kontaktverbot, sowie es auch die Angehörigen, die Mitarbeiter und alle anderen machen müssen.

Und auch im Marienstift haben wir die gleichen kleinen Probleme wie außerhalb. Man sieht im Fernsehen Politiker*innen mit wilden Frisuren und durchscheinenden grauen Strähnen. Oder welche, die sich selbst (oder ihre Partner*innen) mehr oder wenig erfolgreich bemüht haben das Frisurproblem in den Griff zu bekommen. Unsere Bewohner*innen habe da mehr Glück. Hülya Dogan, Pflegefachkraft im 1. Stock war vor ihrer Ausbildung zur Altenpflegerin Friseurin. Sie hat bereits ein paar Bewohnern einen neuen Herrenhaarschnitt gemacht und einer Bewohnerin die Haare gefärbt. Das trägt natürlich sehr zum Wohlbefinden bei!

Letzte Woche habe ich berichtet, dass wir noch keinen Coronafall hatten. Das ist immer noch so! Inzwischen wurden fünf Bewohner*innen aus dem Krankenhaus zu uns zurückverlegt, alle wurden zwei Wochen isoliert und alle sind gesund und die Isolationsmaßnahmen aufgehoben.

Heute konnten sich alle Mitarbeiter auf Antikörper gegen Corona testen lassen. In 14 Tagen werden wir dann wissen, ob es jemanden gibt, der diese Erkrankung unbemerkt durchgemacht hat und jetzt bereits immun ist.

Seit fünf Wochen haben wir nun schon Kontaktverbot im Marienstift. Wir sind glücklich, immer noch frei von Corona zu sein (Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen)!

Die Ausgangsperre und das Kontaktverbot werden auf jeden Fall, laut dem Bundesland Bayern, bis 4. Mai bestehen bleiben. Bis dahin müssen wir alle auf  persönliche Kontakte verzichten. Anrufe, Briefe, Blumengrüße, face-time … über all das freuen sich unsere Bewohner*innen. Es gibt auch nach wie vor die Möglichkeit Fotos, Filme etc. auf einen USB-Stick zu laden, wir stecken diesen dann in unseren Qwiek up und dann können sich die Bewohner*innen dies groß an der Zimmerwand oder bei bettlägerigen Bewohner*innen auch an der Decke über dem Bett ansehen.

Die soziale Betreuung macht ab kommenden Montag mehr Einzelbetreuungen und unserer Aromaexpertin Claudia Völkl wird sich auch wieder komplett der Aromapflege zuwenden und somit kommen unsere Bewohner*innen wieder in den Genuss von Wohlfühlbädern, Hand-und Fußmassagen und ähnlichem.

Wir alle müssen diese Situation noch aushalten, aber wir alle können uns trotzdem an allem, was schön ist erfreuen. Dem Gesang der Vögel, dem Erwachen der Natur, dem guten Wetter und dem Wissen, dass es so viele Menschen gibt, die in dieser Zeit daheim bleiben, um die vulnerablen Menschen zu schützen und gleichzeitig, dass so viele Menschen sich um die Versorgung und Verpflegung von uns allen und besonders von den Pflegebedürftigen und Kranken zu kümmern.

In diesem Sinne, eine gute Zeit bis zum nächsten Mal.

Freyja Brönnle

Ostern ist vorbei und sehr viele Menschen haben an unsere Bewohner*innen und Kolleg*innen gedacht und so gab es viele liebe Post, Süßigkeiten und Blumen. Herzlichen Dank dafür.

Auf den Fotos sind die schönen Geschenkkörbe  für die Mitarbeiter*innen und Blumen für jeden Bereich von der Seniorenreferentin Doris Minet zu sehen.

 Im Marienstift sind alle Bewohner*innen verschont von irgendwelchen Atemwegserkrankungen und damit haben wir auch keine Corona-Verdachtsfälle. Die Mitarbeiter*innen achten penibel auf Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen in ihrer Freizeit, damit das auch so bleibt. Die drei Bewohner*innen, die im Krankenhaus waren, sind alle isoliert und haben keine Symptome, sodass sie, wenn die 14 Tage vorbei sind alle bald wieder ent-isoliert werden können.

Vom 06. 04. bis zum 09.04.2020 fand zum zweiten Mal die Aktion „Altenpflegeschüler leiten eine Station“ in der Gartenstation statt. Unsere Auszubildenden, Miriam, Sarah, Sophie und Tanja (Moritz war leider krank)haben diese Aufgabe bravourös geleistet. Alles was mit der Alltagsroutine zu tun hat musste eigenständig organisiert werden (Dienstplan, Tagesstrukturierung, Versorgung des Bewohner*innen, Visiten, Organisation der Arbeitsmaterialien etc). Im Hintergrund garantierten die Anleitungsfachkraft Brigitte Huber und ich, dass bei Rückfragen und Problemen immer ein Ansprechpartner in der Nähe war. Die Bewohner*innen hatten viel Spaß eine Woche ein so junges und fröhliches Team um sich zu haben. Ein ausführlicher Bericht hierüber  wird in der nächsten Hauszeitung zu lesen sein.

Ich wünsche eine gute Zeit, bis zu den nächsten Neuigkeiten.

Freyja Brönnle

Heute stand in der Tageszeitung, dass es  im Landkreis Erding drei Coronafälle gibt.

Das Marienstift ist frei von Corona. Ich verstehe Ihre Sorge, um Ihre Angehörigen und unsere Bewohner*innen. Deshalb informiere ich Sie auf diesem Weg über unsere Maßnahmen:

•        Jede/r Mitarbeiter*in und jede/r Bewohner*in, die respiratorische Anzeichen (Husten, Schnupfen, Halsschmerzen) oder Fieber hat, wird auf Corona getestet. Alle waren negativ.

•        Mitarbeiter*innen, die aus dem Urlaub zurückgekommen sind, waren anschließend 14 Tage in häuslicher Quarantäne

•        Es werden, seit dem 12.3.20 keine Kurzzeitpflegen und keine neuen Bewohner*innen mehr aufgenommen.

•        Wie lassen nur die notwendigen Menschen ins Marienstift à Visiten werden meist telefonisch abgehalten, notwendige Blutabnahmen im Foyer, die medizinische Fachangestellte hat dabei selbstverständlich Handschuhe und Mundschutz an, wenn ein/e Bewohner*in ins Krankenhaus muss oder zurückkehrt, wird die Übergabe an den Rettungsdienst im Eingangsbereich gemacht.

•        Wenn ein/e Bewohner*in aus dem Krankenhaus zurückkommt, muss er/sie einen negativen Corona-Befund haben und wird auf jeden Fall 14 Tage in einem Einzelzimmer unter Quarantäne gestellt.

•        Wir haben einen Pandemieplan und Möglichkeiten bei Bedarf an Schutzausrüstung  zu kommen.

·        Wir sind im regelmäßigem Kontakt mit dem Gesundheitsamt und dem Katastrophenschutz

·        Wer direkten Kontakt mit Bewohner*innen hat, trägt einen Mundschutz.

 

Die Soziale Betreuung macht seit Montag Einzelbetreuungen. Die Bewohner*innen können das wunderbare Frühlingswetter  im Garten genießen, und  bekommen die Osterpost zu lesen, die von den Dorfener Schüler*innen geschrieben wurde.

Ich möchte gerne an die Möglichkeit erinnern, dass Angehörige Fotos, gerne auch Musik und Texter oder Filme auf einem USB-Stick abgeben können. Diese werden dann mit unseren mobilen Beamer (Quiek up) den jeweiligen Bewohner*innen gezeigt/vorgespielt.

In diesen Zeiten der Kontaktbeschränkungen erfahren wir im Marienstift sehr viel Mitgefühl für unsere Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen und sehr viel Anteilnahme an der schwierigen Situation. Wir wissen, dass das Marienstift und seine Bewohner*innen Dorfen und seinen Bürger*innen sehr am Herzen liegen und machen alles, was in unserer Macht steht, um diese Situation gut zu überstehen.

Ich wünsche allen frohe Ostern und melde mich nächste Woche an gleicher Stelle wieder.

Freyja Brönnle

Vorgestern bekamen wir Post von Sophie, einer 23-jährigen Oberdorfnerin. Sie hat einen Brief an unsere Bewohner*innen geschrieben, in dem sie beschreibt, wie schwer es ihr fällt, dass sie ihre Großeltern nicht sehen kann und wie gut sie sich in unsere Bewohner*innen einfühlen kann, die ihre Angehörigen ebenfalls nicht sehen dürfen.

Da Sophie gerade viel Zeit hat, interessieren sie folgende Fragen, die sie gerne von lebenserfahrenen, älteren Menschen beantwortet hätte:

1.    Was würdet Ihr mir mit auf den Weg geben?

2.    Was ist das Lustigste oder Schönste, das Ihr erlebt habt?

3.    Welche Person hat Euch in Eurem Leben am meisten inspiriert?

Gerne werden wir unsere Bewohner*innen hierzu befragen.

Ein weiteres Beispiel, dass viel an unsere Bewohner*innen gedacht wird:

Das Frau Moser vom Gymnasium Dorfen kam mit einem Korb voll Osterpost für unsere Bewohner*innen. Junge Menschen der 5.-10. Klasse haben sich  Gedanken gemacht und für jede/n unserer Bewohner*innen einen Brief geschrieben oder/und ein Bild gemalt. Was für eine schöne Idee.

Ab Montag bietet die Soziale Betreuung wieder Einzelbetreuung und Spaziergänge im Garten an. Die frische Frühlingsluft und die ersten Sonnenstrahlen werden unseren Bewohner*innen bestimmt gut tun.

Marienstift Dorfen

Ruprechtsberg 18
84405 Dorfen,
Tel.: 08081/93 22-0
info@marienstift-dorfen.de

Einrichtungsleitung: Marion Prey

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